Katholische Pfarrei Zum Hl. Abendmahl

Wörthsee

                                             

 Christ sein – Mensch sein 

Der Geruch von Zimtsternen und gebratenen Äpfeln liegt in der Luft. Alles ist in goldschimmerndes, warmes Licht getaucht, überall funkeln kleine Sterne als Dekoration. Es ist wieder Weihnachten. Das Fest der Liebe, des Schenkens, der Gutherzigkeit, es ist das Fest der Geburt Jesu Christi. „Christ sein – Mensch sein“ ist der diesjährige Titel dieses Pfarrbriefes – aber was bedeutet das eigentlich? Der Gedanke, dass Gott, der liebende Vater, der größer ist als alles andere, Mensch geworden ist, klingt bereits derart bedeutungsschwer, dass es keiner weiteren Worte bedarf. Jedoch bedeutet dieses Statement noch etwas anderes für mich. Ich darf vor Gott ein ganz normaler Mensch sein. Ich bin nicht makellos, kein „Heiliger“, aber genau das darf ich auch sein. Ich darf vor Gott stehen, mit all meinen Fehlern und Wünschen, und er liebt mich trotz alledem. Diese unfassbare Liebe muss man sich erst einmal vor Augen führen. Uns wurde die Freiheit geschenkt, stets selbst zu entscheiden, Fehler zu machen, genauso wie das Richtige zu tun. Ich bin keine Marionette, ich bin ein Mensch. Und trotz Fehlentscheidungen werde ich geliebt. Mit diesem Bewusstsein fühlt es sich nur richtig an, diese Freiheit, die mir geschenkt wurde, nicht zu missbrauchen. Diese Liebe, die mir geschenkt wird, weiterzugeben. Gerade zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, sollte deshalb an die Humanität, die Menschlichkeit in jedem Menschen, appelliert werden.                                                                                                                                      Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst. - Jesus                                                                                        Lara Gum