Katholische Pfarrei Zum Hl. Abendmahl

Wörthsee

 

 


Heute an Gott glauben: Ein Problem? 


An Gott scheiden sich die Geister: Die einen glauben an ihn, andere haben Probleme mit ihm oder mit dem Glauben an ihn. Manche beschäftigen sich nicht mit ihm, um sich keine Probleme zu machen. Sie sagen: Es gibt schon genug Probleme. Andere finden keinen Grund, warum sie sich mit Gott beschäftigen sollten: Sie leben einfach. Es gibt Menschen, die unbekümmert an Gott glauben. Und es gibt Menschen, die mit Gott ein Problem haben. 

Die einen vertrauen auf Gott, fühlen sich in ihm geborgen. Sie sind überzeugt: „Eine feste Burg ist unser Gott“, „Was Gott tut, das ist wohlgetan“. Sie leben mit Gott. Manche hadern bisweilen mit ihm. Aber: Sie bleiben in Kontakt mit ihm. Gott ist für sie Trost und Hilfe. Sie feiern Gottesdienste und beten (immer wieder): Sie loben und preisen ihn und fühlen sich dabei wohl. 

Die anderen suchen entweder nach Beweisen für ihn, um sich für einen redlichen Glauben entscheiden zu können. Oder sie suchen Beweise dafür, dass er überflüssig ist, dass es ihn nicht gibt. Sie sagen: „Wir können doch auch ohne Gott zurecht kommen im Leben!“

An Weihnachten feiern wir nicht nur die Geburt eines kleinen Kindes, sondern dass Gott Mensch wird. Ist uns die Unerhörtheit der Menschwerdung Gottes überhaupt noch bewusst? Gott wird wirklich Mensch! Er nimmt nicht nur Menschengestalt an wie zum Beispiel in den griechischen Sagen die alten griechischen Götter, um in die Kriege der Menschen einzugreifen oder Liebesabenteuer zu erleben. Gott wird ein Mensch, wird gestillt wie jedes Kind, um nicht zu verhungern. Eine Windel ist ein Zeichen für die Menschwerdung Gottes. So normal ist Gottes Menschwerdung. Kaum zu glauben? Oder doch?

Besinnliche Weihnachtstage sowie Gesundheit und Gottes Segen für das Jahr 2019 wünscht Ihnen und Ihren Angehörigen, vor allem auch unseren Kranken und Leidenden

                                                       Ihr Pfarrer Roland Böckler