Katholische Pfarrei Zum Hl. Abendmahl

Wörthsee

 

 



Kirchengebäude prägen unsere Ortsbilder, erfüllen viele wichtige Aufgaben im Gemeindeleben und sind unser kulturelles Erbe. Natürlich denken wir dabei zuerst an historisch bedeutsame Kirchenbauten verschiedener Epochen. Kirchen des 20. und 21. Jahrhunderts wird häufig eine geringere Wertschätzung entgegengebracht als Sakralbauten der Romanik, der Gotik und des Barock. Um zu zeigen, dass moderne Sakralarchitektur eine eben solche Qualität aufzuweisen  hat, hat das Deutsche Liturgische Institut in  Trier das Projekt „Straße der Moderne“ ins  Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, ein  Bewusstsein für die kunst- und liturgiehistorischen Entwicklungen der vergangenen 100 Jahre zu schaffen und zugleich für aktuelle liturgische kirchenbauliche Entwicklungen zu sensibilisieren, bundesweit und konfessionsübergreifend. In diesem Projekt und auf der gleichnamigen Homepage werden seit 2015 insgesamt etwa 230 katholische und evangelische Kirchen des 20. und 21. Jahrhunderts aus Deutschland umfassend und in liturgischem Kontext vorgestellt. Das Besondere dabei: Jeden Sonntag wird ein neues Gotteshaus freigeschaltet. Wir freuen uns und betrachten es als Auszeichnung und Ehre, dass unsere Pfarrkirche „Zum Hl. Abendmahl“ Teil dieses großartigen Projekts ist und hier erneut eine architektonische Würdigung erfahren hat. Unter dem Titel „Ein Zelt am See“ wurde unsere Pfarrkirche auf der Website am Heilig-Drei-Königstag freigeschaltet. 

Ausführlich und schön bebildert wird unser Gotteshaus dargestellt und die liturgische Idee, die Pfarrer Elmar Schnitzler damals mit dem Architekten Siegfried Östreicher entwickelt hat, erzählt. Das „Zelt am See“ atmet die Umbruchphase vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil und ist aufs engste mit dem Gedankengut ihres Erbauers, Pfarrer Schnitzler, verbunden. Straßenseitig eher eine „Gottesburg“, zeigt sich der Kirchenbau seeseitig als schier vollkommen verglaste Hülle. Auf diese Weise vereint das Bauwerk unter dem Zeltdach wirkungsvoll Abgeschiedenheit und Weltzugewandtheit zugleich. Unter nachfolgendem Link gelangen Sie direkt auf die Seite unserer Kirche: http://www.strasse-der-moderne.de/portfolio/woerthsee-zum-heiligen-abendmahl/ Es lohnt sich, auch einfach unter www.strasse-der-moderne.de ein wenig zu stöbern. 
Es gibt wundervolle und architektonisch interessante, moderne Kirchen in ganz Deutschland, aber auch in der näheren Umgebung zu entdecken! Wir bedanken uns herzlich beim Deutschen Liturgischen Institut Trier, aber auch bei Frau Dr. Sabine Klotz, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung „Kirchliches Bauwesen und Kunst“ der Diözese Augsburg, die den Text über unsere Pfarrkirche verfasst hat.
Michaela Muffler-Röhrl